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Schritt 5

Kennungen für den digitalen Produktpass

Der DPP wird über eine im Datenträger codierte Produktkennung aufgelöst. Eine gute Wahl ist wichtig: Ein schlechtes Kennungsschema lässt sich nur mühsam migrieren.

Die drei Klassen

GS1-Kennungen (GTIN, GIAI, SGTIN)

Global eindeutig, von Handelsscannern und Behörden breit unterstützt. GS1 Digital Link wandelt sie in eine URL um. Standardwahl für Konsumgüter.

URN / URI

Namensraumbasierte Kennungen (z. B. urn:iso:std:iso:23247…). Nützlich für Industrie- und Spezialprodukte, bei denen eine handelsübliche GS1-Vergabe überdimensioniert ist.

Dezentrale Kennungen (DIDs)

W3C-DID-Spezifikation. Selbstbestimmt, ohne zentrales Register auflösbar. Beste Eignung für hochwertige Artikel mit mehreren Beteiligten (EV-Batterien, Flugzeugteile) und für Verifiable Credentials.

Entscheidungshilfe

Wenn Ihr Produkt ist…Bevorzugen
Im Einzelhandel vertriebenes KonsumgutGS1 (GTIN) plus GS1 Digital Link URL
Serialisiertes Industriegut (Batterie, Flugzeugteil)DID plus GS1 SGTIN als Zweitkennung
Massengut als Zwischenprodukt (Stahlcoil, Aluminiumbarren)URN plus Querverweis auf das Werkszeugnis
Bauprodukt mit DoPGS1 Digital Link plus DoP-URN

Registrierungsablauf

  1. Beziehen Sie Ihr Unternehmenspräfix von GS1 (für GTIN) oder richten Sie Ihre DID-Methode ein.
  2. Vergeben Sie Kennungen gemäß der gewählten Granularität (Modell, Charge oder Einzelstück).
  3. Richten Sie einen Resolver unter einem stabilen DNS-Namen ein. Ändern Sie ihn nach der Veröffentlichung nie.
  4. Registrieren Sie den Resolver beim EU DPP Registry (sobald geöffnet) oder beim einschlägigen Sektorregister (z. B. Batterieregister).
  5. Veröffentlichen Sie den Datenträger auf oder im Produkt.